Kurzportraits

Baden-Württemberg – Stadtwald Villingen-Schwenningen

 

Betriebliches Kurzporträt:

 

Forstbetrieb 5900 ha Wald
Geologie: Granit, Buntsandstein, Muschelkalk und Keuper
Standorte:

Buntsandstein: Braunerden unterschiedlicher Mächtigkeit mit Tendenz zur Podsolierung;

Kalkstein: Nährstoffreiche Braunerden, teilweise mit anstehendem Kalk im Oberboden

Höhe über N. N.: 650 – 980 m
Jahresmitteltemperatur: 7,3 – 8,0 °C
Jahresniederschlag: 850 – 1200 mm
Bestockung: 91 % Nadelhölzer, 9 % Laubhölzer
Wichtige Baumarten: Fichte, Tanne, Kiefer, Buche, Vogelbeere, Bergahorn
Relevante Wildarten: Rehwild, Schwarzwild
Jagdbezirk: Eigenjagdbezirke mit Regiebejagung: 5600 ha; Gemeinschaftlicher Jagdbezirk mit Regiejagd (überwiegend Feld) 7000 ha; 1 verpachteter Eigenjagdbezirk sowie 2 verpachtete gemeinschaftliche Jagdbezirke: 300 ha
Betriebsziel: Die Ziele sind eindeutig priorisiert: der Nettogewinn steht an erster Stelle, gefolgt von einem breitgefächerten Erholungsangebot. Ökologische Themen werden durch die Inwertsetzung im Zuge des naturschutzrechtlichen Ökokontos an Bedeutung gewinnen.

 

Der Stadtwald Villingen-Schwenningen setzt sich zusammen aus den Waldflächen Germanswald, Neuhäusle und Langmoos, welche westlich des Stadtbezirkes Villingen gelegen sind und den Nukleus für den Stadtwald gebildet haben. Durch Großherzoglichen Erlass des Jahres 1833 wurde eine “Bezirksforstei” gebildet, die Vorläuferorganisation der heutigen körperschaftlichen Unteren Forstbehörde. Der Wald des Stadtbezirks Villingen ist seit der Stadtgründung durch die Zähringer städtisches Eigentum. Im Zuge des Zusammenschlusses der Städte Villingen und Schwenningen und er Eingemeindungen kleinerer Teilorte in den 1970er Jahren kamen weitere Waldflächen im Osten, Süden und Norden dazu.

Daten über die Baumartenzusammensetzung, des Holzvorrates und der Verjüngungsvorräte wurden auf Grundlage einer permanenten Betriebsinventur mit dauerhaft vermarkten Stichprobenpunkten erfasst.

In den Waldbeständen des Betriebes überwiegt mit 91 % der Nadelholzanteil, wobei die Fichte mit 61 % den größten Baumartenanteil darstellt. Es folgen die Tanne mit 16 % und die Kiefer mit 13 %. Douglasie und Lärche spielen aufgrund der sehr guten Naturverjüngung von Fichte und Weißtanne kaum eine Rolle. Im Laubbaumanteil dominieren die Buche, die Vogelbeere und der Bergahorn; aufgrund von Vorbauten, die in den letzten Jahrzehnten angelegt wurden, wird sich der Laubbaumanteil langfristig auf ca. 20 % erhöhen.

Jedoch wird weiterhin das Hauptaugenmerk auf der Waldwirtschaft mit Nadelholz liegen; die hohen Niederschläge und Böden mit überwiegend guter bis sehr guter Wasserspeicherungskapazität sowie die überwiegend ebene Topografie machen dies möglich. Pollenanalysen zeigten, dass hiesige Waldbestände schon vor 2000 Jahren einen dominierenden Nadelholzanteil aufwiesen.

 

Der Holzvorrat des Stadtwaldes beläuft sich auf rund 500 Vfm/Hektar mit einem Anteil an mittelstarkem Holz

(BHD 25 – 49,9 cm) von 62 %. Der Starkholzanteil (BHD ab 50 cm) beläuft sich auf 28 %.

 

Der Betrieb unterstützt aktiv das Konzept der Naturverjüngung. Im gesamten Verjüngungsvorrat (Pflanzung inbegriffen) beläuft sich der Fichtenanteil auf 51 %, der der Tanne auf 27 %. Diese Zahlen korrespondieren mit der langfristigen Zielsetzung der Baumartenanteile. Knapp 2.000 Hektar sind derzeit schon mit Naturverjüngung bevorratet.

 

Um den Jungbestand des Waldes zu sichern, wird der Rehwildbestand durch konsequente Bejagung reguliert. Zusätzlich wird das im Stadtwald vorkommende Schwarzwild bejagt. Im Großteil der Fläche (5600 Hektar) findet die Jagd durch die Beschäftigten des Forstamtes in Eigenregie unter Mithilfe von 40 privaten Jägern statt. Nur eine kleine Restfläche von 300 Hektar ist verpachtet. Die Begehungsscheine und die Pacht werden durch die Jagdgenossenschaft, die durch das Städtische Forstamt Villingen-Schwenningen wahrgenommen wird, vergeben. Durch

den Verkauf von Wildbret aus besagter Jagd an die Bürger, werden die erlegten Tiere in Zusammenarbeit mit einer örtlichen Metzgerei verwertet und veredelt.

Die Waldflächen sind überwiegend arrondiert; daher besteht der Stadtwald überwiegend aus Eigenjagdflächen. Der gemeinschaftliche Jagdbezirk konzentriert sich vor allem auf landwirtschaftliche Flächen.

Das Städtische Forstamt besitzt eine Reihe von Freizeit- und Erholungseinrichtungen, wie bspw. Grillplätze, Loipen und Trimm-Dich-Pfaden, aber auch zwei verpachtete Gasthäuser, gehören zum Portfolio. Drei Wildgehege (Dam-, Rot und Schwarzwild) sind beliebte Anlaufstellen, vor allem von Familien mit Kindern.

 

Der Forstbetrieb ist in sechs Forstreviere untergliedert, die jeweils mit einer Arbeitsgruppe von Forstwirten unterlegt sind. Der Jahreseinschlag beträgt 55.000 Efm und liegt damit ungefähr auf dem Niveau des Zuwachses. Der Forstbetrieb bildet Forstwirte aus, hauptsächlich mit dem Ziel, sich gute Nachwuchsforstwirte zu sichern.

 

Kontaktdaten des Forstbezirks Stadtwald Villingen-Schwenningen

 

Ansprechpartner: Dr. Tobias Kühn

Roland Brauner

Adresse: Waldstr. 10

78048 Villingen-Schwenningen

Tel.: + 49 (0) 77 21 82 15 01

+ 49 (0) 170 63 20 550 (Dr. Kühn)

+ 49 (0) 151 14 70 10 39 (Brauner)

E-Mail: Tobias.kuehn@villingen-schwenningen.de

Roland.brauner@villingen-schwenningen.de

Homepage: www.villingen-schwenningen.de/verkehr/wald-und-forst.html

 

 

Baden-Württemberg – Forstbetrieb Großer Grassert GbR, Familie Rodenkirchen

Betriebliches Kurzporträt:

 

Forstbetrieb: 218 ha GroßerGrassertGbR 
Geologie: Ausgangsgesteine: 80 % Mittlerer Buntsandstein, 19 % oberer Buntsandstein
Standorte: Tiefgründig versauerte, basenarme, sandig bis sandig-lehmige Böden
Höhe über N. N.: 320 bis 530 m (submontan)
Jahresmitteltemperatur: 8,6 °C bis 9 °C
Jahresniederschlag: 1050 mm
Bestockung: 49 % Laubholz, 51 % Nadelholz
Wichtige Baumarten: 37% Buchen-Mischwald, 28% Weißtannen-Mischwald, 13% Fichten-Mischwald, 12% Kiefern-Mischwald, 10% Douglasien-Mischwald
Relevante Wildarten: Rehwild, Schwarzwild
Jagdbezirk: Eigenjagdbezirk: 228 ha; Bejagung erfolgt in Eigenregie
Betriebsziel: Hauptziel der Rehwildbejagung war von Beginn an eine Renaissance der Weißtanne im natürlichen Nachwuchs. Die Weißtanne wird in allen genannten Waldentwicklungstypen als Mischbaumart angestrebt.

 

Auf der größten Lothar-Sturmwurffläche (ca. 3 Hektar) die nicht bepflanzt wurde, fanden sich 10 Jahre nach dem Störereignis 12 Baumarten (u. a. Traubeneiche).

Infolge naturgemäßer Waldwirtschaft und Intensivierung der Rehwildbejagung konnte der jährliche Aufwand für Walderneuerung (Pflanzung und Kultursicherung) seit dem Jahr 2000 auf ca. 20 – 25 % des Üblichen (Kollektiv von Vergleichsbetrieben > 200 ha im Forstlichen Testbetriebsnetz) abgesenkt werden.

 

Kontaktdaten Forstbetrieb Großer Grassert GbR

 

Ansprechpartner: Dr. Hermann Rodenkirchen
Adresse: Lautenbachstr. 25

77955 Ettenheim

Tel.: + 49 (0) 78 22 30 417
E-Mail: dr.hermann@rodenkirchen-ettenheim.de

info@grassert.net

Homepage: www.forstbetriebgrossergrassert.de

  

Bayern – Spessart – Stadtwald Lohr am Main

Betriebliches Kurzporträt:

 

Forstbetrieb: 4.100 ha StadtwaldLohrAmMain 
Geologie:

Buntsandstein-Spessart, mittlerer Buntsandstein

Standorte: mäßig frische Sandböden
Höhe über N. N.: 200 bis 500 m
Jahresmitteltemperatur: 7 – 8 °C
Jahresniederschlag: 850 – 1000 mm
Bestockung: Aktuell ca. 64 % Laubholz und 36 % Nadelholz. Anteile zukünftig

ca. 70 % Laubholz und 30 % Nadelholz angestrebt.

Wichtige Baumarten: Buche 43 %, Eiche 16 %, Fichte 17 %, perspektivisch auch Weißtanne,

Lärche 9 %, Douglasie 2 %

Relevante Wildarten: Rehwild, Schwarzwild, Rotwild
Jagdbezirk: Eigenjagdbezirke: ca. 4000 ha, davon werden etwa 50 % der Fläche in Regie bejagt und 50 % sind verpachtet.
Betriebsziel: Geringes Betriebsrisikos durch Stabilisierung und Diversifizierung sowie Schaffung langfristig flexibel nutzbarer Mischbestände auf ganzer Fläche. Durch waldbauliche, jagdwirtschaftliche und integrierte ökologische Konzepte Reduktion von Kosten und Risiken. Durch hohe Vorräte wird ein hoher Zuwachs angestrebt sowie außerdem eine mittelfristige Steigerung von Nutzungspotentialen.

 

Die Waldbestände im Stadtwald Lohr am Main bestehen in der herrschenden Schicht aus knapp 2/3 Laub- und gut 1/3 Nadelwald. Es überwiegt die Buche mit der Eiche bzw. die Buche mit Nadelholz.  Die Jungbestände sind gut gemischt mit standortgerechten Baumarten. Die Mischung wird sich langfristig zugunsten des Laubholzes noch weiter verändern. Das betriebliche Risiko wird über Struktur und Mischung gestreut.

Der Wald verjüngt sich auf großer Fläche artenreich und weitestgehend schon ohne Zaun. Die Waldbewirtschaftung erfolgt seit etwa 25 Jahren naturnah, wobei ständig an der Pflege optimaler Vorräte und einer reichen Struktur gearbeitet wird. 

Dies ist nur möglich durch eine konsequente Schalenwildbejagung.  Auf der Regiejagdfläche von ca. 2.000 Hektar ist dies erfolgreich möglich. Auf den verpachteten Eigenjagdflächen und den Waldflächen in Gemeinschafts-jagdrevieren bedarf es noch mehr Ansporn.  Die Verbisssituation wird auf ganzer Stadtwaldfläche durch Weisergatter und jährlicher Inventur auf stationären Traktlinien überwacht.  Auf den Regiejagdflächen gelten im Hochsommer und im Spätwinter Jagdruhezeiten auf alle Wildarten. Im Herbst wird der Erfolg und die Wirkung jagdlichen Handelns mit Drückjagden und revierübergreifenden Jagden erhöht. So wird einerseits dem Tierschutz durch Jagdruhezeiten besser Rechnung getragen und andererseits kann die Jagdausübung effizienter gestaltet werden.

 

Kontaktdaten Forstbetrieb Stadtwald Lohr a. Main

 

Ansprechpartner: Bernhard Rückert, Betriebsleiter
Adresse: Schlossplatz 3, 97816 Lohr a. Main
Tel.: + 49 (0) 9352/848 316
E-Mail: brueckert@lohr.de
Homepage: www.lohr.de

 

Bayern – Hans Poller, Jagdgebiet Kay

 

Forstbetrieb: 650 ha – 150 Eigentümer  Bayern-HansPollerJagdgebietKay
Geologie: Moränen, teilweise überlagert durch nacheiszeitliche

Aufwehungen

Standorte: Kiesböden, lehmige Sande, sandige Lehme
Höhe über N. N.: Um 350 bis 500 m
Jahresmitteltemperatur: 7,8 °C
Jahresniederschlag: 1090 mm
Bestockung: 25 % Laubwald, 75 % Nadelwald
Wichtige Baumarten: Fichte, Tanne, Kiefer, Buche, Eiche, Esche, etwas Ahorn
Relevante Wildarten: Rehwild
Jagdbezirk: Gemeinschaftlicher Jagdbezirk: 650 ha;

wird durch Jagdgenossenschaft in Eigenregie bejagt

Betriebsziel: Die Jagdgenossenschaft forciert eine Bejagung, bei der sich die Naturverjüngung ungestört entwickeln kann.

 

 

Betriebliches Kurzporträt:

 

Das Jagdgebiet Kay bei Tittmoning an der Salzach und grenzt an Österreich. Entgegen vehementen Widerstandes seitens der traditionellen Jägerschaft wurde der Abschuss in den Jagdjahren 1993/94 und 1994/95 um 300 % erhöht und die Fütterung des Rehwilds generell eingestellt. Verschiedene Bejagungsmethoden und -strategien wurden erprobt.

Die Umstellung auf eine waldgerechte Jagd erbrachte innerhalb von 5 Jahren einen deutlich reduzierten Rehwildbestand. Ebenso wie die Quote der Verkehrsunfall-Rehe ging auch der Anteil an Fallwild stark zurück. Die Wälder im Revier konnten sich deutlich vom vormaligen Verbissdruck erholen und weisen heute eine artenreiche und dichte Naturverjüngung auf.

 

Ansprechpartner: Hans Poller

Jagdgenossenschaft Kay

Adresse: Salling 5

84529 Tittmoning

Tel.: + 49 (0) 86 83 429
E-Mail: pollerh@aol.com

 

Brandenburg – Landkreis Oberspreewald Lausitz – Forstbetrieb Buchwäldchen

 

Forstbetriebsteil in Buchwäldchen: 200 ha ForstbetriebBuchwäldchen 
Geologie: Altmoräne (Saalekaltzeit)
Standorte: Ärmere, meist trockene, sandige und kiesige Standorte
Höhe über N. N.: 90 – 120 m
Jahresmitteltemperatur: 9,1 °C
Jahresniederschlag: 580 mm mit starken Schwankungen

(370 – 780 mm innerhalb der vergangenen 10 Jahre)

Bestockung: 93 % Nadelholz, 7 % Laubholz im Oberstand
Wichtige Baumarten: Kiefer, Birke, Eiche
Relevante Wildarten: Reh-, Rot- und Schwarzwild
Betriebsziel: Über das Umsetzen von Maßnahmen der naturgemäßen Waldwirtschaft sollen nachhaltig positive Betriebsergebnisse erwirtschaftet werden.

 

Betriebliches Kurzporträt:

 

Der Forstbetrieb wurde 2003 mit einer Fläche von 175 Hektar von der BVVG erworben. Dabei handelte es teilweise um alten Familienbesitz. Die natürliche Waldgesellschaft sind Eichen-Kiefern Mischwälder. Derzeit dominiert die Gemeine Kiefer mit 93 % im Oberstand. Als waldbauliches Ziel gilt die Entwicklung standortgerechter, ertragreicher, klimaplastischer Mischwälder. Diese werden über Naturverjüngung bei angepassten Wildbeständen etabliert. Wenn notwendig werden diese Verjüngungen mit punktuellen Pflanzungen ergänzt. Gepflanzt wurden bisher z. B. Tanne, Ahorn, Eibe, Douglasie, Hainbuche, Elsbeere, Lärche und Linde. Naturverjüngung und Pflanzungen wachsen ohne Schutzmaßnahmen gegen Wild heran. Auf Bodenbearbeitung und Chemieeinsatz wird verzichtet.

 

Die Holznutzung erfolgt über ein festes System von Rückegassen. Naturschutzmaßnahmen (wie z. B. das Vorhalten von Totholz, Biotop- und Höhlenbäumen) werden in die Waldbewirtschaftung integriert. Seit 2004 werden die Flächen in Eigenregie bejagt. Heute umfasst der Eigenjagdbezirk 200 Hektar. Seit 2003 werden hier die Grundsätze der naturgemäßen Waldwirtschaft angewendet. In Folge dieser Maßnahmen haben sich z. B. auf etwa 90 Hektar gemischte Verjüngungen entwickelt. Im Zuge der Jungwaldpflege wird ein Laubholzanteil im Unterstand von etwa einem Drittel angestrebt.

 

Kontaktdaten Forstbetrieb Buchenwäldchen

 

Ansprechpartner: Gunther Emmrich, Wolf-Dieter Emmrich
Adresse: Buchwäldchener Dorfstraße 1, 03229 Luckaitztal
Tel.: + 49 (0) 35 434 12 806
E-Mail: forst-buchwaeldchen@t-online.de

 

 

Brandenburg – Landkreis Havelland

Forstbetrieb Michael Duhr, Jagdgenossenschaft Garlitz-Buckow

 

Forstbetrieb 214 ha Forstbetriebsfläche, 185 ha Eigentum,
29 ha gepachtet
Garlitz-Buckow
Geologie: Jungeiszeitliches Niedermoor-Dünengebiet
Standorte: Arme und ziemliche arme, meist trockene und

sandige sowie grundwassernahe, moorige oder

anmoorige Standorte in Wechsellagen

Höhe über N. N.: 30 – 46 m
Jahresmitteltemperatur: 9,3 °C
Jahresniederschlag: 560 mm im langfristigen Mittel

(mit starken Schwankungen innerhalb

der letzten 10 Jahre)

Bestockung: 83 % Nadelholz, 17 % Laubholz
Wichtige Baumarten: Birke, Eiche, Erle, Kiefer, Robinie
Relevante Wildarten: Dam-, Reh-, Rot- und Schwarzwild, Großtrappe, Fischadler, Seeadler
Jagdbezirk: 2.862 ha Bejagungsfläche,

davon:
1.095 ha Ackerland
1.068 ha Grünland

   510 ha Wald
     91 ha Straßen und Wege
     40 ha Wasserflächen
     58 ha Moore

Betriebsziel: Die Art der Waldbewirtschaftung erfolgt auf der Grundlage einer naturgemäßen und standortgerechten Waldbewirtschaftung so, dass der Forstbetrieb wirtschaftlich erfolgreich ist, die Refinanzierung des Walderwerbs und der Sanierung der Betriebsstätte ermöglicht und dazu im besonderen Maße sozial gerecht und ökologisch verträglich arbeitet. Es wird mittelfristig angestrebt, auf allen Waldflächen mindestens 4 forstbetrieblich relevante Baumarten natürlich verjüngen zu können. Der Forstbetrieb ist seit 2000 nach dem FSC®-Standard zertifiziert.

 

Betriebliches Kurzporträt:

 

Der Forstbetrieb Michael Duhr ist eine Eigentumsstreulage in der Gemarkung Garlitz, Gemeinde Märkisch Luch im westlichen Havelland, die aus alten Bauerneigentumsflächen des Domstiftes Brandenburg hervorgegangen ist und weitgehend in den Jahren 1999 bis 2004 erworben wurde. Zum Zeitpunkt des Walderwerbs dominierte die Baumart Kiefer und waren die Bestände von einem hohen Anteil schlechtwüchsiger Individuen mit schlechter Qualität jüngeren und mittleren Alters geprägt, wobei einzelne ältere Bestände vorhanden waren.

Sukzessive wurden in den ersten 15 Jahren geeignete Waldbestände durch Voranbaumaßnahmen mit Laub­holz verjüngt und zugleich das Lichtregime im Wald durch Durchforstungen mit dem Ziel verändert, den wertvollen Vorrat herauszupflegen und das weniger wertvolle Holz zur Refinanzierung der fremdfinanzierten Waldkäufe zu nutzen. Gleich­zeitig wurde in der Jagdgenossenschaft Garlitz-Buckow seit 2002 merklich Einfluss auf Jagdstrategie und Abschussplan genommen und der Abschuss, insbesondere des Reh- und Rotwildes, deutlich erhöht. In den vergangenen Jahren hat sich damit eine für jedermann sichtbare Veränderung der Waldbestände ergeben. Zweischichtige Bestände mit einem Kiefernoberstand und Voranbauverjüngungen aus Laubholz oder Naturverjüngung mit Kiefer und Birke sind an vielen Orten anzutreffen und prägen das heutige Waldbild. Punktuell sind Verjüngungen durch Einzelpflanzungen zu ergänzen.

 

EinzelpflanzungenZuErgänzenGEinzelpflanzungenDr

  

Allerdings ist immer noch ein erheblicher Verbisseinfluss des Schalenwildes erkennbar. Die kontinuierliche von Kommunikation geprägte Zusammenarbeit zwischen Waldbesitzern und Pächtern auf der Grundlage einer jährlichen Zielvereinbarung, einer Jagdschwerpunktkarte und Weiserflächen zur Bestimmung der Abschusshöhenziele wird deshalb weiter fortgesetzt. Auf Wildschutzmaßnahmen kann leider noch nicht vollflächig verzichtet werden. Hierzu trägt maßgeblich auch bei, dass östliche und südliche Jagdnachbarn die forstbetrieblichen und die jagdlichen Ziele nicht teilen und im erheblichen Maße Dam- und Rotwild von Osten oder Süden in die Jagdgenossenschaft einwechseln. Der Eigentümer ist Jagdvorsteher der Jagdgenossenschaft, übt aber in Garlitz die Jagd nicht selber aus. Die Jagdbezirke sind an örtliche Landwirte verpachtet. Im Pachtvertrag sind die Ziele des jagdlichen Managements getrennt für die Bereiche Naturschutz, Landwirtschaft und Forstwirtschaft definiert und konkrete Umsetzungselemente vereinbart. So muss mittelfristig auch die natürliche Verjüngung der Hauptbaumarten ohne Schutzmaßnahmen vollflächig möglich sein und es dürfen keine merklichen Schälschäden auftreten.

 

 

Kontaktdaten Forstbetrieb Michael Duhr

 

Ansprechpartner: Michael Duhr
Adresse: Garlitzer Dorfstraße 4
14715 Märkisch Luch
Tel.: + 49 (0) 172 31 23 714
E-Mail: michael.duhr@t-online.de

 

Brandenburg – Hatzfeldt-Wildenburg`sche Verwaltung – Forstrevier Massow

 

Forstbetrieb: 6735 Hektar Wald  ForstrevierMassow
Geologie: Endmoräne
Standorte: Arme und ziemlich arme trockene bis mittelfrische Sande
Höhe über N. N.: 35 bis 95 m
Jahresmitteltemperatur: 8,6 °C
Jahresniederschlag: Im Mittel 520 mm
Bestockung: Ehemalige Kiefernreinbestände, Entwicklung Richtung Nadel-Laub-Mischwald
Wichtige Baumarten: Kiefer 96 % (Hauptbestand), darunter reiche Verjüngung von standortangepassten Laub- und Nadelbäumen
Relevante Wildarten: Rehwild, Schwarzwild, Rotwild, vereinzelt Damwild
Jagdbezirk: Eigenjagdbezirk mit Regiebejagung auf 95 % der Fläche
Betriebsziel: Seit 17 Jahren findet durch systematische Durchforstung und konsequente, waldbauorientierte Jagd ein großflächiger Umbau zu mehrschichtigem, möglichst gemischtem Wald statt.

 

Betriebliches Kurzporträt:

 

Die Waldbestände im Revier Massow der Hatzfeld-Wildenburg´schen Verwaltung bestehen in der herrschenden Schicht fast vollständig aus der Gemeinen Waldkiefer. Die Jungbestände zeichnen sich durch eine breite Mischung an standortgerechten Nadel- und Laubbaumarten aus. Die Anteile der Mischbaumarten sollen langfristig erhöht werden um das betriebliche Risiko über eine größere Baumartenpalette zu streuen.

Der Forstbetrieb ist FSC-zertifiziert.

Der Wald verjüngt sich auf großer Fläche artenreich und ohne Zaun, die Waldbewirtschaftung erfolgt seit dem Jahr 2000 naturnah, wobei ständig an der Strukturoptimierung gearbeitet wird, um möglichst ertragreiche und klimastabile Mischbestände zu erhalten.

Dies ist nur möglich durch eine konsequente Schalenwildbejagung, insbesondere auf Reh-, Schwarz- Rot- und Damwild. Die Jagd erfolgt durch ortsansässige motivierte Jäger in Eigenregie. Ansitzjagden dominieren im Frühjahr und Sommer, im Herbst und Winter werden Stöberjagden und Ansitzdrückjagden durchgeführt. Aktuell werden rund 4,3 Stück Schalenwild pro 100 Hektar Wald erlegt, Tendenz leicht steigend. Auf Grund der verstärkt aufkommenden Naturverjüngung gestaltet sich die Jagd in einem mehrschichtigen Mischwald zunehmend anspruchsvoller.

 

Kontaktdaten Forstrevier Massow

 

Ansprechpartner: Mark Illerich
Adresse: Waldstr. 12 b, 15755 Tornow
Tel.: + 49 (0) 33 766 21 676

+ 49 (0) 178 36 92 516

E-Mail: m.illerich@hatzfeldt.de

 

Hessen – Dr. Lucius`sche Forstverwaltung

 

Betriebliches Kurzporträt:

 

Forstbetrieb: 320 ha Wald Forstverwaltung 
Geologie: Mittlerer Buntsandstein
Standorte: Lehmige Standorte (Laubholz dominiert) bis sandige Standorte (Nadelholz dominiert),

mittel bis schlecht nährstoffversorgt

Höhe über N. N.: 250 bis 330 m
Jahresmitteltemperatur: 8 °C
Jahresniederschlag: 600 – 700 mm
Bestockung: 50 % Laubholz, 50 % Nadelholz
Wichtige Baumarten: Eiche 10 %, Buche 35 %, Kiefer 30 %, Fichte 20 %,

Douglasie/Europäische Lärche 5 %

Relevante Wildarten: Rehwild, Schwarzwild, Rotwild ist seltenes Wechselwild
Gemeinschaftlicher Jagdbezirk: Eigenjagdbezirk: 365 ha; Jagd erfolgt in Eigenregie
Betriebsziel: Jährlich flexibel gestaltbarer Gewinn. Durch waldbauliche, jagdwirtschaftliche und integrierte ökologische Konzepte sollen Kosten reduziert und Risiken minimiert werden, mit dem Ziel einer mittelfristigen Steigerung von Nutzungspotentialen.

 

Die Forstbetriebsflächen wurden bis ca. 1975 im konventionellen Altersklassenwaldmodell bewirtschaftet. Seit 1976 wird auf Kahlschlag verzichtet, die Nutzung ist auf Einzelbaumbewirtschaftung und Konzepte der Vorratspflege umgestellt. Naturverjüngung wird grundsätzlich der Vorrang vor Kunstverjüngung eingeräumt. Auf Sturmflächen und bei sich sonst bietender Gelegenheit werden seltene Mischbaumarten (Elsbeere, Eibe, Esskastanie, Weißtanne) durch Pflanzung, teilweise Saat eingebracht. Alle sonstigen Baumarten, die im Betrieb als Saatbäume in der herrschenden Schicht auftreten, finden sich unregelmäßig verteilt in der Naturverjüngung.

Mischwuchsregulierung und Förderung qualitativ herausragender Bäume beginnt erst mit ersten Nutzungseingriffen für die Brennholzgewinnung durch Selbstwerber.  

Durch konsequente Jagdwirtschaft in Eigenregie und Reduktion der Rehwildpopulation sind keine Wildschadensverhütungsmaßnahmen nötig. Die Jagd auf Rehwild wird im Wesentlichen als Ansitzjagd betrieben. Begehungsscheine werden unentgeltlich, jedoch gegen tätige Beteiligung am Aufbau und der Pflege der Jagdeinrichtungen vergeben. Finanzielle Erträge aus der Jagdwirtschaft werden nicht erwartet, Jagd ist Arbeit mit Aufwand, der notfalls vergütet wird.   

Den natürlichen Prozessen das Waldökosystems über das Entstehen (Pionierphasen, Naturverjüngung) bis zum Vergehen (Zerfallsphasen, stehendes und liegendes Totholz) wird bei ganzheitlicher Betrachtung viel Spielraum gewährt. Das konventionelle Denken in Waldbeständen, Zielbestockungen, Bestockungsgraden, angestrebten Waldstrukturen wurde konsequent von der Beachtung der Bedeutung des Singulären im Netzwerk des Ganzen abgelöst. Die Bewirtschaftung wird als das Lenken (Handeln) der im Wald erkennbaren Prozesse im Sinne der Bewirtschaftungszielsetzung verstanden. Daraus abgeleitet wurde der Begriff der „Prozesswirtschaft“ geprägt.

 

Kontaktdaten Dr. Lucius`sche Forstverwaltung

 

Ansprechpartner: Christian von Bethmann
Adresse: Am Forsthaus 1, 35091 Cölbe-Schönstadt
Tel.: + 49 (0) 64 27 80 24,

+ 49 (0) 176 32 12 01 83

E-Mail: cvbethmann@gmx.de

 

Hessen – Werra-Meißner-Kreis – Gut Hohenhaus

 

Betriebliches Kurzporträt:

 

Forstbetrieb:

933 ha,

davon 897 ha Wald

GutHohenhaus 
Geologie: 70 % Muschelkalk,

30 % Buntsandstein

Standorte: Frische Braunerden bis trockene Redzinen
Höhe über N. N.: 240 bis 480 m
Jahresmitteltemperatur: 8,2 °C
Jahresniederschlag: 740 mm
Bestockung: Aktuell ca. 2/3 Laubholz und 1/3 Nadelholz. Diese Anteile sollen auch zukünftig beibehalten werden.
Wichtige Baumarten: Buche 44 %, Fichte 24 %, Esche 8 %, Ahorn 5 %, Eiche, Kiefer und Lärche jeweils 4 %
Relevante Wildarten: Rehwild, Schwarzwild
Jagdbezirk: Eigenjagdbezirk mit ca. 900 ha; Bejagung in Eigenregie
Betriebsziel: Nachhaltiges Erwirtschaften von Gelderträgen durch Einbinden der natürlichen Waldentwicklung in die betrieblichen Entscheidungen unter Beachtung der natürlichen Schönheit, Eigenart und Seltenheit des Waldes und der umgebenden Landschaft.

 

Die Wälder von Gut Hohenhaus sind ganz überwiegend Laubwälder (Anteil etwa 75 %) aus Buche, Esche, Ahorn und seltenen Baumarten wie Spitzahorn, Elsbeere oder Mehlbeere. Bei den Nadelbäumen dominiert die Fichte. In Jungbeständen und Naturverjüngungen dominieren Laubbäume (Nadelbäume ca. 10 %) in bunter Mischung. Eine betriebliche Herausforderung stellt die Beibehaltung des Nadelbaumanteiles unter Einbindung weiterer Baumarten (Tanne und Douglasie) dar.

Unser Wald ist auf 680 Hektar artenreich verjüngt. Auf einen Schutz gegen Wildverbiss wird verzichtet. In der Waldwirtschaft binden wir konsequent natürliche Waldentwicklungsprozesse ein und wirken nur dort steuernd ein, wo die betrieblichen Ziele gefährdet sind. Die Nutzung orientiert sich am Einzelstamm.

Um die Ziele in der Waldwirtschaft zu erreichen, ist eine konsequente Bejagung des Schalenwildes unabdingbar. Daher wird die Jagd auf der Eigentumsfläche weitestgehend selbst organisiert. Über die Einbindung möglichst ortsnaher Jäger in der Einzeljagd und von zahlreichen Gästen bei gemeinschaftlichen Jagden wird versucht, in kurzen Jagdintervallen die gewünschte Wilddichte zu erreichen.

 

Kontaktdaten Gut Hohenhaus – Waldwirtschaft

 

Ansprechpartner: Stephan Boschen
Adresse: Gut Hohenhaus; 37293 Herleshausen 
Tel.: + 49 (0) 56 54-98 72 80
E-Mail: Gutshof@Hohenhaus.de
Homepage: www.Gut-Hohenhaus.de

 

Mecklenburg-Vorpommern – Forstbetrieb Krümmel 

Familie von Maltzahn GbR

 

Forstbetrieb: 790 ha Wald MaltzahnGbR 
Geologie: Mittelmecklenburger Jungmoränenlandschaft
Standorte: Mittelnährstoffversorgte, lehmige Braunerden, zumeist übersandet
Höhe über N. N.: 80 m
Jahresmitteltemperatur: 8,5 °C
Jahresniederschlag: 540 bis 600 mm
Bestockung: 45 % Laubwald, 55 % Nadelwald
Wichtige Baumarten: Überwiegend Kiefer, Buche.

Die Jungbestände weisen mit einem Verhältnis

von 25 % Nadelholz zu 75 % Laubholz

eine breite Varianz von 26 verschiedenen

Baumarten auf.

Relevante Wildarten: Rotwild, Damwild, Rehwild, Schwarzwild
Jagdbezirk: 800 ha
Betriebsziel: Eine der Hauptaufgaben der nächsten Jahre wird der Erhalt der Nadelholzanteile in den massiven Laubbaumverjüngungen sein.

 

Betriebliches Kurzporträt:

Der Wald verjüngt sich auf großer Fläche ohne Zaun und weist auf dem größten Anteil der Fläche bereits mehrere Schichten auf. Durch die Forsteinrichtung von 2018 liegen sehr aktuelle Daten vor.

Die Jagd wird ausschließlich in Eigenregie ausgeübt und alle vorkommenden Schalenwildarten (Rotwild, Damwild, Rehwild, Schwarzwild) werden unter waldbaulichen Aspekten scharf bejagt.

Hierbei wird neben den Bewegungsjagden gezielt auf Gruppenansitze gesetzt. Das Revier wird in Intervallen bejagt um den Bejagungsdruck so gering wie möglich zu halten und die Jagd effektiv und störungsarm auszuüben.

Wünschenswert wäre eine Jagdzeit auf verbeißendes Schalenwild im April und die Freigabe vom männlichen Rehwild im Winter.

Unser Exkursionsangebot:

  • Entwicklung von Kiefernmonokulturen zu Mischwäldern
  • Erhalt vom Nadelholz in der Buchenverjüngung
  • Sicherung der Edellaubanteile in der Pflege
  • Jagdstrategie
  • Wirtschaft in FFH-Gebieten

 

 

Kontaktdaten Forstbetrieb Krümmel MV

 

Ansprechpartner: Moritz von Maltzahn
Adresse: Troja 8, 17248 Lärz

17248 Lärz

Tel.: + 49 (0) 172 45 67 810
E-Mail: moritz@forsthof-kruemmel.de

 

Homepage: www.forsthof-kruemmel.de

 

Mecklenburg-Vorpommern – Forstbetrieb Kalebsberg

 

Forstbetrieb: 280 ha,

davon 270 ha Wald

ForstbetriebKalebsberg 
Geologie: Mecklenburger

Jungmoränenland

Standorte: mäßig frische, kräftige (79,7 %) und reiche (11,3 %) mineralische Standorte; wechselfrische kräftige und reiche Standorte (6,2%); nasse

mineralische und organische  Standorte (2,8%)

Höhe über N. N.: 80 m
Jahresmitteltemperatur: 8 °C
Jahresniederschlag: 590 mm
Bestockung: 51 % Laubholz, 49 % Nadelholz
Wichtige Baumarten: Buche, Eiche, Ahorn, Fichte, Kiefer Lärche, Douglasie, Tanne
Relevante Wildarten: Rotwild, Damwild, Rehwild, Schwarzwild
Jagdbezirk: Eigenjagdbezirk: 310 ha; davon 30 ha Wiesen; Bejagung erfolgt in Eigenregie
Betriebsziel: Der Forstbetrieb Kalebsberg verfolgt das umweltpolitische Ziel, mit der Etablierung eines klimaplastischen Dauerwaldes, beispielgebend ein Waldmodell für die Zukunft zu schaffen.

 

Betriebliches Kurzporträt:

Der Forstbetrieb Kalebsberg wurde im Jahr 2005 von der BVVG (Bodenverwertungs- und Verwaltungs-GmbH erworben (ca. 194 Hektar). Die derzeitige Gesamtgröße beläuft sich auf rund 280 Hektar. Davon sind 233 Hektar eingerichtet. Die restlichen Flächen liegen im Naturschutzgebiet Grube und werden unter besonders naturschutzfachlichen Gesichtspunkten bewirtschaftet. Dabei werden u. a. auch die ökologischen Waldbewirtschaftungsgrundsätze der Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft (ANW) konsequent angewendet. Der Forstbetrieb Kalebsberg stellt ein bundesweites Leuchtturmprojekt der naturgemäßen Waldbewirtschaftung mit angepassten Wildbeständen dar. Darüber hinaus wurden spezielle Urwaldmechanismen und klimaplastische Gastbaumarten etabliert. Es werden verschiedene Exkursionen angeboten, die den Erfolg und die Ergebnisse dieser besonders verantwortungsvollen Wirtschaftsweise am praktischen Beispiel erlebbar machen. Interessierte aus dem gesamten Bundesgebiet sowie aus verschiedenen europäischen Staaten nahmen an den zahlreichen Exkursionen teil.

Die Wildbestände haben in Mecklenburg-Vorpommern ein Rekordniveau erreicht. Um die Waldflächen, im Hinblick auf alle vorkommenden Schalenwildarten, effektiv und tierschutzgerecht bejagen zu können, haben die Stiftung „Wälder für Morgen“ (Naturschutzgebiet Grube) und der Forstbetrieb Kalebsberg eine eigene Hegegemeinschaft mit dem Namen „Gruber Forst“ gegründet, welche den gesamten, isoliert liegenden Waldkomplex mit den integrierten Wiesen und Mooren umfasst.

 

Kontaktdaten Forstbetrieb Kalebsberg

Ansprechpartner: Holger Weinauge

Heike Dubbert

 

Adresse: Alte Poststraße 2, 18292 Serrahn
Tel.: + 49 (0) 38 456 66 575

+ 49 (0) 170 83 04 735

E-Mail: wulwald@aol.com

 

Nordrhein-Westfalen – Sauerland – Forstbetrieb Fürstenberg-Brabecke

Betriebliches Kurzporträt:

 

Forstbetrieb: 710 ha, davon 660 ha Wald Fürstenberg-Brabecke 
Geologie: Rheinisches Schiefergebirge
Standorte: Frische bis mäßig frische tonig-lehmige Braunerden
Höhe über N. N.: 400 bis 680 m
Jahresmitteltemperatur: 7,7 °C
Jahresniederschlag: Im Mittel 1.180 mm
Bestockung: Aktuell ca. 1/3 Laubholz und 2/3 Nadelholz. Diese Anteile sollen auch zukünftig beibehalten werden.
Wichtige Baumarten: Fichte 60,5 %, Buche 29,5 %, Douglasie 5,5 %, perspektivisch auch Weißtanne  
Relevante Wildarten: Rehwild, Schwarzwild, lokal Rot- und Muffelwild
Jagdbezirk: Eigenjagdbezirk: 710 ha, Bejagung erfolgt in Eigenregie
Betriebsziel: Reduktion des Betriebsrisikos durch Stabilisierung und Diversifizierung und Schaffung langfristig und flexibel nutzbarer Mischbestände auf ganzer Fläche. Durch waldbauliche, jagdwirtschaftliche und integrierte ökologische Konzepte sollen Kosten und Risiken reduziert und mittelfristig eine Steigerung von Nutzungspotentialen ermöglicht werden.

 

Die Waldbestände im Forstbetrieb Fürstenberg-Brabecke bestehen in der herrschenden Schicht aus rund 1/3 Laub- und 2/3 Nadelwald, ganz überwiegend Buche und Fichte. Die Jungbestände zeichnen sich durch eine breite Mischung an standortgerechten Baumarten aus. Die Mischung zwischen Laub- und Nadelholzanteilen soll langfristig beibehalten bleiben, das betriebliche Risiko wird jedoch über gemischte Bestände sowie eine größere Baumartenpalette gestreut.

Der Wald verjüngt sich auf großer Fläche artenreich und ohne Zaun, die Waldbewirtschaftung erfolgt seit etwa 25 Jahren naturnah, wobei ständig an der Strukturoptimierung gearbeitet wird, um möglichst ertragreiche und klimastabile Mischbestände zu erhalten.

Dies ist nur möglich durch eine konsequente Schalenwildbejagung, insbesondere auf Reh- und Schwarzwild; auf einer Teilfläche von rund 85 Hektar kommen zusätzlich Rot- und Muffelwild vor. Der Betrieb ist außerdem Teil des BioWild-Projekts (Pilotregion NRW) und nimmt dort an der innovativen Änderungsvariante teil, bei der die Jagd- und Jagdruhezeiten auf alles Schalenwild synchronisiert wurden. So wird einerseits dem Tierschutz durch konsequente Jagdruhezeiten besser Rechnung getragen und andererseits kann die Jagdausübung effizienter gestaltet werden z. B. durch zusätzliche Jagdzeiten auf Schalenwild im April und gleichzeitige Jagdzeiten aller vorkommenden Arten im Jahresverlauf.

 

Kontaktdaten Forstbetrieb Fürstenberg-Brabecke

 

Ansprechpartner: Lucas von Fürstenberg
Adresse: Brabecke 33, 57392 Schmallenberg
Tel.: + 49 (0) 176 / 32 12 01 83
E-Mail: lucas@fuerstenberg-brabecke.de
Homepage: www.fuerstenberg-brabecke.de

 

Rheinland-Pfalz – Westricher Hochfläche – Forstbetrieb der Ortsgemeinde Großsteinhausen

 

Forstbetrieb: 65 ha, davon 62 ha Wald ForstbetriebDerOrtsgemeindeGroßsteinhausen 
Geologie: Muschelkalk, Oberer Buntsandstein
Standorte: Sehr frische bis frische tonig-lehmige Lehmsande/Schlufflehme

 (tlw. vernässend – sensitiv)

Höhe über N. N.: 270 bis 340 m
Jahresmitteltemperatur: 8,5 °C
Jahresniederschlag: 850 – 950 mm
Bestockung: Aktuell ca. 96 % Laubholz und 4%  Nadelholz. Erhöhung des Nadelholzanteils angestrebt.
Wichtige Baumarten: Buche 54 %, Eiche 19 %, sonst. Laubbäume langlebig 16 % perspektivisch Erhöhung des Edellaubholzanteils und der Nadelbäume, auch Weißtanne (künstlich)  
Relevante Wildarten: Rehwild, Schwarzwild
Jagdbezirk: Gemeinschaftlicher Jagdbezirk: 462 ha, davon 120 ha Wald, Bejagung erfolgt durch den Forstdienstleister im Pachtmodell
Betriebsziel: Aufbau von Verjüngungsvorräten und Strukturreichtum durch intensive Bejagung in Kombination mit häufigen und moderaten Pflegemaßnahmen. Durch waldbauliche, jagdwirtschaftliche und integrierte ökologische Konzepte sollen Vermögenswerte weiter aufgebaut und klimagünstig gesichert werden. Mittelfristig wird eine Erhöhung der Pachterträge aus dem Wald durch Erhöhung der Baumartenvielfalt und durch den Ausbau der Wertholzträger angestrebt.

 

Betriebliches Kurzporträt:

Die Waldbestände im Forstbetrieb der Ortsgemeinde Großsteinhausen bestehen in der herrschenden Schicht zu über 80 % aus Buche und Eiche. Der Schwerpunkt der Waldbestände liegt in der 3. Altersklasse mit ansonsten gleichmäßiger Verteilung. Die Jungbestände sind fast ausschließlich Erstaufforstungen, ansonsten Naturverjüngungsvorräte (keine Kulturen). Diese sind infolge früherer Bewirtschaftung durch monotone Buchenanteile gekennzeichnet, entwickeln sich jedoch zunehmend zu Mischungen mit Edellaubholz und Eiche mit Weichlaubhölzern. Die Mischung mit Nadelholzanteilen soll langfristig durch natürliche und künstliche Anreicherung in inhomogen durchzupflegenden Wäldern stattfinden.

Seit 2014 verjüngt sich der Wald auf großer Fläche artenreich und ohne Zaun. Die Waldbewirtschaftung erfolgt seitdem durch einen privaten forstlichen Dienstleister im Waldpachtmodell mit eigenem, kleinstem kommunalem Forstrevier des Landes. Dieses Waldbewirtschaftungsunternehmen bejagt gleichzeitig den Betrieb sowie die dazugehörigen landwirtschaftlichen Flächen auf der Gemarkung Großsteinhausen.

 

Kontaktdaten Forstbetrieb Ortsgemeinde Großsteinhausen

 

Ansprechpartner: Uli Osterheld
Adresse: Forsthaus Lindelbrunn, 76889 Vorderweidenthal
Tel.: + 49 (0) 6398-993091
E-Mail: uli.osterheld@schmitz-waldwirtschaft.de
Homepage: www.schmitz-waldwirtschaft.de

 

Rheinland-Pfalz- Forstamt Soonwald-Forstrevier Alteburg

Betriebliches Kurzporträt:

Fläche Betrieb Ca. 2000 ha, davon ca.Soonwald-Forstrevier Alteburg

1850 red. Holzbodenfläche

Geologie Devonische Quarzite und

Schiefer, an den Hängen und

auf den Kämmen sehr skelett-

reich, in den Verebnungen stark

pseudovergleyt

Höhe über N.N. 400-620 m
Jahresmitteltemperatur Ca. 8° C
Jahresniederschlag 600-700 mm
Bestockung (ca.) 40% Buche, 15%Eiche, 17%

sonstiges Laubholz (v.a.Birke),

18% Fichte,  10% sonstiges

Nadelholz ( Dou, Ta, Ki, Lä)

Zertifizierung
 

FSC und PEFC

Schalenwildarten Rotwild, Schwarzwild, Rehwild
Jagd 100% Regiejagd
Betriebsziel Aufbau eines stabilen, gemischten Waldes mit vielen standortgerechten Baumarten insbes. unter Berücksichtigung der Eichen und Weisstannen. Überführung der alten Rotbuchenbestände in Dauerwaldstrukturen. Beibehaltung des Wildmanagements mit dem Ziel weitgehend auf wildschadensverhütende Maßnahmen verzichten zu können.

 

Das Revier ist geprägt durch die erheblichen Sturmwürfe aus den 80ger Jahren und vor allem durch Vivien und Wiebke 1990. Der ehemals fichtengeprägte Wald (vor Sturm etwa 75% Fichte) hat sich nach dem Sturm völlig verändert und beheimatet jetzt zu etwa 70 % Laubhölzer. Auf den Kahlflächen wurde großflächig v.a. Eiche gepflanzt. Unter den nennenswerten Altbuchenbeständen (ca. 250 ha 160-220-jährig) hat sich üppige Verjüngung eingestellt. Leider ist die Vielfalt im Herrschenden nicht gegeben (Fi, Bu), was sich natürlich in der Verjüngung niederschlägt. Es wird daher, wo immer möglich, mit Mischbaumarten ergänzt. Ein besonderes Augenmerk liegt seit einem viertel Jahrhundert auf der Weisstanne. Im gesamten Revier wird die Tanne punktuell (5-500 Pflanzen) eingebracht, um späteren Generationen eine Tannenverjüngung zu ermöglichen. Die ersten in 1993 gepflanzten Tannen haben 2018 erstmals fruktifiziert. Wir wollen weiterhin einen Anteil von ca. 1/3 Nadelholz erhalten. Auf den stark pseudovergleyten Standorten geht daher kein Weg an der Tanne vorbei.

Auf den gesamten 2000 ha wird die Jagd in Regie ausgeübt. Das gesamte Gebiet liegt im Bereich einer Rotwildhegegemeinschaft, mit allen damit verbundenen Problemen.

 

 Kontaktdaten Forstamt Soonwald

Ansprechpartner: Klaus Kaiser
Adresse: Forsthaus Alteburg, 55566 Bad Sobernheim
Telefon: +49 (0) 1522/8850377
E-Mail: klaus.kaiser@wald-rlp.de

 

 

Rheinland-Pfalz – Forstrevier Hochpochten (Eifel) – Staatswald Hochpochten

Betriebliches Kurzporträt:

 

Forstbetrieb:  637 ha
StaatswaldHochpochten 
Geologie: Devonischer Schiefer und Grauwacke mit einer diluvialen Decklehmauflage
Standorte: Mesotrophe Braunerden; kleinflächig Braunerde-Pseudogley. Dauernder örtlicher Wechsel in der Gründigkeit
Höhe über N. N.: 300 bis 500 m
Jahresmitteltemperatur: 7,5 °C
Jahresniederschlag: 750 bis 850 mm
Bestockung: 75 % Laubholz; 25 % Nadelholz
Wichtige Baumarten: Buche (48 %), Traubeneiche (14 %), Fichte (13 %), Douglasie (9 %), Bergahorn/Esche (11%), Tanne (2%)
Relevante Wildarten: Rehwild, Schwarzwild, Rotwild
Jagdbezirk: Hochpochten und Martental
Natürliche Waldgesellschaften Waldmeisterbuchenwälder. Ahorn/Eschen – Schluchtwälder. Auf flachgründigen Südhängen Traubeneichen-Hainbuchenwälder.

 

 

Betriebsziel: Eine umfassende, integrative und nachhaltige Waldwirtschaft mit der Bewirtschaftung ungleichaltriger und gemischter Hochwälder als Dauerwald, orientiert an den natürlich vorkommenden Waldgesellschaften.
                                            
Standörtlich kann man auf eine große Baumartenpalette zugreifen. Eine Besonderheit sind große zusammenhängende ca. 140- 160 Jahre alte Buchen/Eichenmischwäldern mit Tanne, Bergahorn, Lärche. Diese Bestände sind seit 2016 in eine Nachhaltklasse „Plenter-Überführungswald“ auf 212 ha mit dem Ziel, einer langfristigen Waldbehandlung zusammengefasst. Die Orkane Wiebke, Kyrill, Emma und Xynthia reduzierten die Fichtenflächen erheblich. Zurzeit bestehen etwa 15 ha Etablierungsflächen mit überwiegend Laubmischwälder ohne Zaun. Seit 1991 erfolgt eine stetige Erhöhung des Rehwildabschusses auf jetzt ca. 20-24 Stk/100 ha. Nach diesem stufenweisen Anstieg der Erlegungsstrecke etablieren sich Eiche und Tanne ohne Schutz in der Naturverjüngung.

 

Kontaktdaten Staatswald Hochpochten

 

Ansprechpartner: Forstrevier Hochpochten

Revierleiter Michael Fohl

Adresse: Kleewiesenweg 18, 56766 Ulmen
Tel.: + 49 (0) 02676 1666; Mobil 015228850515
E-Mail: Fohl, Michael <Michael.Fohl@wald-rlp.de>
Homepage: www.wald-rlp.de/forstamt-cochem/wald/

 

Saarland – SaarForst Landesbetrieb, Ausbildungsrevier Eppelborn-Quierschied

 

Forstbetrieb: 950 ha Wald scheForstverwaltung 
Geologie: 90 % Mittleren Buntsandstein, 10 % Hunsrückhöhenquarzit
Standorte: Lehmige oder tonige, teilweise podsolierte Braunerden
Höhe über N. N.: 230 bis 520 m
Jahresmitteltemperatur: 11,1 °C
Jahresniederschlag: 990 mm
Bestockung: 65 % Nadelwald, 35 % Laubwald
Wichtige Baumarten: Buchen, Weißtanne, Fichte, Douglasie
Relevante Wildarten: Rehwild, Schwarzwild, Rotwild, gelegentlich Muffelwild
Jagdbezirk: Eigenjagd: 950 ha
Betriebsziel: Produktivere Mischwälder

 

Betriebliches Kurzporträt:

 

Forstbetrieb: 1800 ha Staatswald,

davon 1100 ha Revierteil Quierschied

(1 Waldblock im urban geprägten Verdichtungsraum)

700 ha Revierteil Eppelborn

(3 Waldblocks im ländlichen Raum)

Ausbildungsrevier Eppelborn-Quierschied2

 

Geologie: Die Geologie des Ausbildungsreviers ist sehr vielfältig: Konglomerate und Tonschiefer des Karbon und des Rotliegenden
Standorte: Überwiegend frische bis mäßig frische, teilweise pseudovergleyte, lehmig-tonige Braunerden / Parabraunerden

 

Höhe über N. N.: 200 – 450 m
Jahresmitteltemperatur: 8 °C
Jahresniederschlag: Im Mittel 800 – 900 mm
Bestockung: Die Waldbestände bestehen in der herrschenden Schicht aus rund

80 – 90 % Laub- und aus 10 – 20 % Nadelbäumen.

Die Fichten, Douglasien- und Lärchenanteile sollen perspektivisch weitgehend durch die Weißtanne ersetzt werden.

Wichtige Baumarten: Prägende Baumarten sind Buche und Eiche mit je rund 40 % in Quierschied und 33 % in Eppelborn.

Vereinzelt ist Edellaubholz und Weißtanne vorhanden.

Relevante Wildarten: Rehwild, Schwarzwild
Jagdbezirk: Eigenjagdbezirke: 1800 ha, davon 75 % der Fläche in Regiebejagung und 25 % verpachtet
Betriebsziel: Ein Betriebsziel des SaarForst Landesbetriebes (SFL) ist die Weiterentwicklung einer umfassend nachhaltigen Waldwirtschaft: Die aus Altersklassenwirtschaft stammenden Wälder sollen zu klimastabilen Dauerwäldern entwickelt werden, die sich an der Biodiversität des Verantwortungslebensraums Buchenwald orientieren.

 

Die Waldbewirtschaftung im SaarForst Landesbetrieb (SFL) erfolgt bereits seit 1989 Jahren naturnah. Die Waldbewirtschaftungsrichtlinien wurden seitdem kontinuierlich weiterentwickelt und zunehmend um ökologische Aspekte ergänzt.

Die Hauptaufgaben im nächsten Forsteinrichtungszeitraum lassen sich folgendermaßen definieren:

  • In den Altbaumbeständen: Generationenwechsel, der sich am Störungsregime des Naturwaldes orientieren und einen Wechsel vom Altersklassenwald zum Dauerwald einleiten soll. In den Laubbaumbeständen mit hiebsreifen Altbäumen sollen Eichenanteile von rund 20 – 30 % in der Folge-generation gesichert werden.
  • Ersatz hiebsreifer Nadelbäume (Dgl, Fi, Lä) durch bislang nur punktuell und vereinzelt vorhandener Weißtannen und Edellaubhölzer.
  • Auf Kalamitätsflächen: Eine möglichst natürliche Wiederbewaldung mit einem Schwerpunkt in der Förderung der (Häher-)Eiche.
  • Flankierend auf der gesamten Waldfläche: Sicherung der Palette aller Begleitbaumarten des Buchen-waldes in der nächsten Waldgeneration.

Im Revierteil Quierschied wird der Wald auf Basis des sogenannten „Lübecker Modells“ bewirtschaftet, im Revierteil Eppelborn auf Basis der „Waldbewirtschaftungsrichtlinie des SFL“.

Eine Voraussetzung für diese Form der Waldwirtschaft ist eine konsequente Bejagung von Reh- und Schwarzwild.

Im Revierteil Eppelborn wird das Schalenwild seit 2005 intensiv bejagt. In Kombination von Einzeljagd (unter Beteiligung von Jagdgästen und SaarForst-Mitarbeitern) und 2 Drückjagden im Jahr werden in den 3 Waldblocks Strecken von durchschnittlich 12 / 20 und 40 Rehen je 100 Hektar Wald erzielt. Die gesetzten Ziele können hier zunehmend besser erreicht werden.

Im Revierteil Quierschied (seit 2017 Teil des Revieres) ist die Verbisssituation derzeit noch desaströs. Enorm hohe Schwarzwildbestände in Kombination mit Rehwildverbiss verhindern hier noch die Zielerreichung.

In beiden Revierteilen soll das aktuell noch lückige System von Weisergattern ergänzt und ein systematisches und objektives Verbissmonitoring eingeführt werden um die Verbissproblematik in Quierschied zu lösen und negative Tendenzen in Eppelborn rechtzeitig erkennen zu können. Es ist beabsichtig dabei die Verbisssituation vollständig abzubilden, d. h. nicht nur die Verbissbelastung auf den forstlich interessanten Baumarten, sondern auf der gesamten Vegetation, um die Folgen für das gesamte Waldökosystem abschätzen zu können.

 

Kontaktdaten SaarForst Landesbetrieb, Ausbildungsrevier Eppelborn-Quierschied

Ansprechpartner: Roland Wirtz
Adresse: Im Klingelfloß, 66571 Eppelborn
Tel.: + 49 (0) 175 22 00 868
E-Mail: r.wirtz@sfl.saarland.de
Homepage: www.saarforst.de

 

 

 

Saarland – Von Boch`sche Forstverwaltung

 

Betriebliches Kurzporträt:

 

Forstbetrieb: 950 ha Wald Ausbildungsrevier Eppelborn-Quierschied1 
Geologie: 90 % Mittleren Buntsandstein, 10 % Hunsrückhöhenquarzit
Standorte: Lehmige oder tonige, teilweise podsolierte Braunerden
Höhe über N. N.: 230 bis 520 m
Jahresmitteltemperatur: 11,1 °C
Jahresniederschlag: 990 mm
Bestockung: 65 % Nadelwald, 35 % Laubwald
Wichtige Baumarten: Buchen, Weißtanne, Fichte, Douglasie
Relevante Wildarten: Rehwild, Schwarzwild, Rotwild, gelegentlich Muffelwild
Jagdbezirk: Eigenjagd: 950 ha
Betriebsziel: Produktivere Mischwälder

 

Seit 1981 werden die Wälder im Rahmen einer naturnahen und leistungsfähigen Waldwirtschaft betreut und gepflegt. Die Erfahrungen, die wir über die Jahre gesammelt haben, geben wir heute auch an private und kommunale Waldbesitzer weiter.

 

Als forstlicher Betrieb bewirtschaften wir unsere Wälder seit mehreren Jahrzehnten nach den Grundsätzen der naturgemäßen Waldbewirtschaftung. Die Erkenntnisse und Erfahrungen die wir dadurch gesammelt haben sind ein unabdingbarer Wert, der dazu beiträgt, nachhaltig und ökologisch wertvoll zu handeln. Wir arbeiten mit einer Reihe von verschiedenen Waldbesitzern zusammen, mit dem Ziel, sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch den Waldbestand nachhaltig zu sichern. Wir beliefern die Säge- und Papierindustrie, Blockhausbauer und private Brennholzabnehmer jährlich mit über 5.000 Festmeter Holz aus eigenen Beständen.

Diese Einschlagsmengen, die im Durchschnitt stabil sind, entsprechend dem Zuwachs, den der Wald jährlich wieder zur Verfügung stellt.

Wir verfügen über ein Netzwerk von lokalen Abnehmern, arbeiten aber genauso mit anderen Holzvermarktungsunternehmen für bestimmte Produktsparten im Verbund zusammen, wodurch wir immer optimale Preise erzielen können. Dies hat sich durch Betriebsvergleiche bestätigt und uns in unserem Handeln bestärkt.

Die Jagd spielt in unserem Unternehmen eine besondere Rolle. Sie fließt als wichtiger Faktor in das Gesamtkonzept ökologischer Waldbau mit ein und wird mit Passion aber immer im Sinne der Deutschen Waidgerechtigkeit in den von Boch’schen Wäldern betrieben.

 

Kontaktdaten von Boch`sche Forstverwaltung

 

Ansprechpartner: Franziskus von Boch
Adresse: Von Boch Str. 3

66679 Losheim

Tel.: + 49 (0) 170 78 24 547
E-Mail: vonbochforst@freenet.de
Homepage: www.vonbochforst.de

 

Sachsen – Forstbetrieb Oberwald

 

Forstbetrieb: 950 ha ForstbetriebOberwald 
Geologie: Rabensteiner Schiefer
Standorte: Lehmige Braunerden, teilweise mit Decklöß überlagert, mäßig nährstoffhaltig, wechselfeucht
Höhe über N. N.: 320 bis 450 m
Jahresmitteltemperatur: 7 °C
Jahresniederschlag: 750 mm
Bestockung: 20 % Laubwald, 80 % Nadelwald
Wichtige Baumarten: 50 % Fichte, 30 % Kiefer und Lärche, 7 % Eiche/Roteiche, 5 % Buche, 8 % Birke und sonstiges Laubholz
Relevante Wildarten: Rehwild, Schwarzwild
Jagdbezirk: 950 ha
Betriebsziel: Alle Baumarten verjüngen sich ohne Zaun. Seit der Übernahme des Betriebes vor 20 Jahren wird der vormals einschichtige, mischungsarme Altersklassenwald mit linkssteiler Altersklassenverteilung in einen horizontal und vertikal strukturierten, mindestens zweischichtigen Wald umgebaut. Der Umbau erfolgt nach den Grundsätzen der naturgemäßen Waldwirtschaft mit dem Ziel, einen arten- und ertragreichen Dauerwald zu etablieren.

 

Betriebliches Kurzporträt:

Die kalamitätsanfälligen, strukturarmen Fichten- und Kiefernreinbestände sind in der Folgegeneration wesentlich baumartenreicher. Hauptziel sind hier stabile, klimatolerante, gemischte und ertragreiche Bestände. Der Nadelholzanteil soll bei ca. 75 % gehalten werden. 

Besonderes Augenmerk gilt der Eiche in der nächsten Baumgeneration. In entstandene Löcher werden je nach Lichtangebot Douglasien oder Tannen eingebracht – mit einer Anzahl von maximal 350 Stück je Hektar. Für die Risikostreuung sind als Faustzahl mindestens 5 verschiedene standortgerechte, forstwirtschaftlich relevante Baumarten in der Folgegeneration vorzuweisen.

Es gilt „Wald vor Wild“! Schwarzwild und Rehwild als vorkommende Wildarten werden entsprechend der neuen Jagdzeiten in Sachsen konsequent bejagt, wobei das Hauptaugenmerk auf das verbeißende Schalenwild gelegt wird. Der Wald zeigt, ob die Jagd stimmt. 

 

Kontaktdaten Forstbetrieb Oberwald

 

Ansprechpartner: Frhr. Franz v. Rotenhan, Frank Günther (RL)
Adresse: Reitzenstein 76, 95188 Issigau
Tel.: + 49 (0) 37 608 28 950

+ 49 (0) 151 55 11 35 15

+ 49 (0) 151 55 11 35 35

E-Mail: f.guenther@boscor.de
Homepage: www.boscor.de

 

Sachsen-Anhalt – Gräflich Ortenburg`sche Forstverwaltung Hayn/Harz

Betriebliches Kurzporträt:

 

Forstbetrieb: > 100 ha Wald Forstverwaltung HaynHarz 
Geologie: Tonschiefer
Standorte: Mäßig frische, tonig-lehmige Braunerden und Staugleye
Höhe über N. N.: 350 bis 500 m
Jahresmitteltemperatur: 6,8 °C
Jahresniederschlag: 500 – 700 mm
Bestockung: Aktuell ca. 74 % Nadelholz und 26 % Laubholz. Die Anteile an Laubholz sollen zukünftig leicht ansteigen.
Wichtige Baumarten: Fichte 74 %, Buche 9 %, Lärche, Douglasie und Eiche jeweils 3 %, perspektivisch auch Weißtanne
Relevante Wildarten: Rotwild, Rehwild und Schwarzwild
Jagdbezirk: Eigenjagdbezirk; Bejagung erfolgt in Eigenregie
Betriebsziel: Verbesserung der waldbaulichen Risikostruktur sowie Optimierung zukünftiger Nutzungspotentiale. Erzielung von strukturierten, stabilen Mischbeständen auf ganzer Fläche durch Etablierung einer breiteren standortgerechten Baumartenpalette, durch Ausnutzung biologischer Automatisierungsmöglichkeiten sowie durch die Vermeidung von Wildschäden.

 

Das Revier Hayn liegt eingebettet in den ausgedehnten Wäldern des Ostharzes und ist ein fast reines Waldrevier. Sind für den Ostharz Buchenwälder typisch, so dominiert hier im Oberstand die Fichte mit 74 Prozent Flächenanteil, zumeist kommt die Fichte sogar in Reinbestandsform vor.

Der hohe, unstrukturierte Fichtenanteil birgt unter den sich abzeichnenden klimatischen Bedingungen vermehrt Risiken. Daher soll im Nachwuchs eine breitere Palette standortgerechter Baumarten etabliert werden. Das kann auf Grund des Mangels an Mischbaumarten im Oberstand nicht überall in ausreichendem Maße durch Naturverjüngung erfolgen, so dass Mischbaumarten auch künstlich eingebracht werden müssen. Ziel ist ein ertragreicher, kleinräumig strukturierter Mischwald.

Jagdlich steht die Anpassung der gegendüblichen hohen Rot- und Rehwildbestände an die waldbaulichen Ziele im Mittelpunkt. Das bedeutet, dass sowohl eine artenreiche Naturverjüngung aufkommen kann als auch dass Anpflanzungen von Mischbaumarten möglich sind; jeweils ohne Zaunschutz. Schälschäden durch Rotwild dürfen nicht vorkommen. Diese Ziele werden seit etwa zehn Jahren erreicht.

 Kontaktdaten Forstbetrieb Hayn/ Harz

Ansprechpartner: Rupprecht Graf zu Ortenburg
Adresse: Hauptstraße 242
06493 Harzgerode OT Straßberg
Tel.: + 49 (0) 151 14 81 89 44
E-Mail: r.ortenburg@gmx.de

 

Thüringen – Revier Beichlingen- Hatzfeldt-Wildenburg`sche Verwaltung

Betriebliches Kurzporträt:

 

Forstbetrieb: 600 ha Wald WildenburgScheVerwaltung 
Geologie: Muschelkalk, örtlich Buntsandstein
Standorte: Lehmige Braunerden, lokal Rendzinen
Höhe über N. N.: 200 bis 380 m
Jahresmitteltemperatur: 8 °C
Jahresniederschlag: Zwischen 450 und 550 mm
Bestockung: Buchenreiche Mischbestände und Nadel-Reinbestände (fi, Kie); Entwicklung Richtung standortangepasste Laub-Mischwälder
Wichtige Baumarten: Buche 42 %, Eiche 11 %, Fichte 13 %, sonstige Baumarten 24 % (Es, Bah)
Relevante Wildarten: Rehwild, Schwarzwild, vereinzelt Rot- und Damwild
Jagdbezirk: Eigenjagdbezirk: 600 ha; Bejagung erfolgt in Eigenregie
Betriebsziel: Die Anteile der Mischbaumarten sollen langfristig erhöht werden, um das betriebliche Risiko über eine größere Baumartenpalette zu streuen.

 

Die Waldbestände im Revier Beichlingen der Hatzfeldt-Wildenburg´schen Verwaltung bestehen neben der Rotbuche auch aus Edellaubhölzern wie Z. B. Ahorn, Linde, Esche, Ulme und auf den trockeneren Standorten Traubeneichen. Reliktisch sind aus DDR-Zeiten noch Nadelbestände vorhanden. Die Jungbestände zeichnen sich durch eine breite Mischung an standortgerechten Laubbaumarten aus. Die Anteile der Mischbaumarten sollen langfristig erhöht werden um das betriebliche Risiko über eine größere Baumartenpalette zu streuen.

Der Forstbetrieb ist FSC-zertifiziert.

Der Wald verjüngt sich auf großer Fläche artenreich und ohne Zaun, die Waldbewirtschaftung erfolgt seit dem Jahr 2012 naturnah. Es wird ständig an der Strukturoptimierung gearbeitet, um möglichst ertragreiche und klimastabile Mischbestände zu erhalten. Dies ist nur möglich durch eine konsequente Schalenwildbejagung, insbesondere auf Rehwild. Rot- und Damwild kommt als Wechselwild vor. Die Jagd erfolgt durch ortsansässige motivierte Jäger in Eigenregie. Ansitzjagden dominieren im Frühjahr und Sommer, im Herbst und Winter werden Stöberjagden und Ansitzdrückjagden durchgeführt. Aktuell werden rund 17,5 Stück Schalenwild pro 100 ha Wald erlegt. Das Revier ist außerdem Teil des BioWild-Projekts (Pilotregion Thüringen) und nimmt dort an der innovativen Änderungsvariante teil, bei der die Jagd- und Jagdruhezeiten auf alles Schalenwild synchronisiert wurden. So wird einerseits dem Tierschutz durch konsequente Jagdruhezeiten besser Rechnung getragen und andererseits kann die Jagdausübung effizienter gestaltet werden z. B. durch zusätzliche Jagdzeiten auf Schalenwild im April sowie gleichzeitige Jagdzeiten aller vorkommenden Arten im Jahresverlauf.

 

Kontaktdaten der Hatzfeldt-Wildenburg´schen Verwaltung

Ansprechpartner: Mario Schirmer
Adresse: Dölkau 32, 06237 Leuna
Tel.: + 49 (0) 172 34 09 820
E-Mail: schirmermario@mfl-online.de


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