Das BioWild-Projekt

Eigentum verpflichtet. Gerade auch im Wald hat dieser Grundsatz aus dem Grundgesetz nichts an seiner Aktualität verloren. Die Waldeigentümer als Inhaber des an Grund und Boden gebundenen Jagdrechts sollen ihr waldbauliches Ziel klar definieren.

 

Übergeordnete Ziele des Projektes

Da es bisher keine bundesweit verlässlichen wissenschaftlichen Daten zur Beschreibung der bodennahen holzigen und krautigen Waldvegetation und einem „gegebenen“ Schalenwildbestand gibt, soll mit Hilfe von bundesweit ca. 250 Weisergattern (Kantenlänge von 12 x 12 m) samt entsprechender Nullflächen das Gleichgewicht zwischen natürlicher Waldverjüngung und Schalenwildeinfluss unter sehr unterschiedlichen standörtlichen Rahmenbedingungen definiert werden. An Hand einer Erfassung des Zustandes der krautigen und holzigen Vegetation werden Rückschlüsse auf das Gleichgewicht zwischen Wald und Wild gezogen.

 

Projektstruktur

Hierzu wurden in den fünf Bundesländern Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Sachsen-Anhalt und Thüringen die Biowild-Projektregionen eingerichtet, die auf ca. 25.000 Hektar Waldfläche alle Waldbesitzarten sowie gemeinschaftliche und Eigenjagdbezirke umfassen. Auf dieser Grundlage kann ein breiter Gradient in Bezug auf die Jagdformen, die Bodenfruchtbarkeit der Waldstandorte bzw. das Relief, die Meereshöhe etc. abgebildet und bundesweit repräsentative Resultate zur Bewertung unterschiedlicher Biodiversität bei sich ändernden Schalenwilddichten – unter gleichzeitiger Berücksichtigung der verschiedenen Jagdstrategien – abgeleitet werden.

 

Ergebniskommunikation

Mit Hilfe der Projektergebnisse soll gezeigt werden, welche unmittelbaren bzw. langfristigen ökologischen und ökonomischen Konsequenzen die jeweiligen waldbaulichen oder jagdlichen Entscheidungen haben.

 

Finanzierung

Das Finanzvolumen des Projekts umfasst ca. 2,47 Mio. €. Das Projekt wird im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt mit Mitteln des Bundesumweltministeriums in Höhe von 1,89 Millionen € gefördert. Die verbleibenden 0,58 Mio. € werden durch die Verbundpartner mit Eigenmitteln bzw. teilweise durch Beiträge von Waldbesitzern, Forstverwaltungen und Nichtregierungsorganisationen finanziert.



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