Unsere Motivation

Mit dem BioWild-Projekt wollen die ANW Deutschland, die Universitäten Dresden, Göttingen und München sowie unsere Kooperationspartner aus Forstpraxis, Natur- und Umweltschutz, Jagd und Waldbesitz sowie der holzverarbeitenden Industrie zur Versachlichung der Wald-Wild-Diskussion beitragen.

 

Hierbei legen alle Projektpartner großen Wert darauf, dass die Waldeigentümer als Inhaber des Jagdrechtes und die Jäger als Jagdausübungsberechtigte ein definiertes waldbauliches Ziel gemeinsam erreichen, d.h. dass sie miteinander reden und gemeinsam Lösungswege finden.

 

Auch werden die jagdrechtlichen Regelungen der Bundesländer in den fünf Projektgebieten so angepasst, damit derjenige Jäger oder Waldbesitzer, der etwas an überhöhten Wildbeständen ändern will, dies auch darf. Ob, wann bzw. mit welchen Techniken (Einzelansitz, Bewegungsjagd, etc.)  gejagt wird – oder eben nicht – soll in der Verantwortung der Jagdausübungsberechtigten liegen – sofern aktuelle wildbiologische Erkenntnisse sowie Tierschutzgesichtspunkte dem nicht widersprechen. In der Brut- und Setzzeit bzw. im Spätwinter wird die Jagd auf ausnahmslos alle Wildarten im Wald vollständig ruhen. Außerhalb des Waldes gelten weiter die „normalen“ gesetzlichen Regelungen, was z.B. die Jagdausübung auf Schwarzwild in landwirtschaftlich genutzten Bereichen der Pilotregionen ermöglicht.

 

Die Ergebnisse der Untersuchungen sollen zur Sensibilisierung und Bewusstseinsbildung der Öffentlichkeit im Allgemeinen sowie den Waldbesitzern und Jagdausübungsberechtigten im Speziellen beitragen, denn gemischte Wälder sind im Klimawandel stabil. Außerdem leisten sie nachhaltig wertvolle Beiträge für die Gesellschaft z.B. als Erholungsraum, Artenschutzrefugium, Frischwasserschutzgebiete, CO2-Senke sowie für die Eigentümer zur wirtschaftlichen Sicherung ihrer betrieblichen Existenz.



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